Unterschriftenübergabe an Patientenbeauftragten

Kinder- und Jugendärzte des PädNetzS, des Paednet Südbaden und des BVKJ übergaben heute eine Viertelmillion Elternunterschriften an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung.

Am heutigen Freitag wurde eine Viertelmillion Elternunterschriften an den Patientenbeauftragten der Bundesregierung Herrn Wolfgang Zöller (CDU) übergeben.
Mit dieser Aktion setzen die besorgten Eltern ein Zeichen für den Erhalt der ambulanten Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland, die durch die vom Gesetzgeber von den Krankenkassen geforderten Hausarztverträge massiv gefährdet ist.

Die Eltern fordern eigenständige pädiatriezentrierte Verträge zwischen Kinder- und Jugendärzten und Krankenkassen zur hausärztlichen Behandlung von Kindern und Jugendlichen, welche die besonderen Ansprüche dieses jungen Klientels berücksichtigen. Die Unterschriften wurden im letzten Jahr in fast allen Kinder- und Jugendarztpraxen in Bayern und Baden-Württemberg gesammelt, den zwei Bundesländern, in denen bereits in größerem Ausmaß Hausarztverträge umgesetzt werden.

Hierbei gehen die AOK´s dieser zwei Länder unterschiedliche Wege: Die AOK Bayern hat für die unter 18jährigen mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte einen eigenständigen pädiatriezentrierten Vertrag mit besonderen Qualitätsanforderungen an die Ärzte und die Ausstattung der Praxen geschlossen. Parallel dazu gibt es einen Hausarztvertrag mit den Allgemeinmedizinern für die Erwachsenen.

In Baden-Württemberg wird dieses Modell jedoch von der Landes- AOK abgelehnt. Hier gibt es nur einen Vertrag für alle Patienten, der sämtliche Vorsorgen und Impfungen pauschalisiert und damit abwertet und einer eigenständigen Kinder- und Jugendmedizin keinen Raum mehr bietet. Er wird daher von fast allen Kinder- und Jugendärzten abgelehnt.

Pressemitteilung des PädNetzS
Pressemeldung des BVKJ
Weiterführendes Statement des BVKJ zur Unterschriftenübergabe

Informationen zu Kinderkrankheiten wie z.B.:

Masern
Windpocken
Röteln
Mumps
Keuchhusten

und vielen mehr.