Erstmals pädiatriezentrierter Vertrag mit Krankenkasse geschlossen

In Bayern wurde erstmals ein pädatriezentrierter Hausarztvertrag zwischen einer Krankenkasse und den Kinder- und Jugendärzten geschlossen. Dies bringt Vorteile für alle Beteiligten.

Dem Berufsverband der Kinder und Jugendärzte bvkj und der AOK Bayern ist es gelungen, zum 1.April einen Vertrag zu unterschreiben, der die hochqualifizierte Arbeit der Kinder- und Jugendärzte unterstützt und zudem fair honoriert.
Teilnehmen dürfen an diesem Vertrag nur Kinder- und Jugendärzte mit Facharztstandard, sie müssen eine kindgerechte Praxisausstattung vorhalten, leitliniengerecht therapieren und die zentrale Steuerungsfunktion für den Patienten bei Über- und Einweisung übernehmen. Der Vertrag beinhaltet neben den bekannten Vorsorgen U1-U9 zusätzlich die "neuen" Vorsorgen des bvkj U7a, U10, U11, J2 sowie ein sonographisches Nierenscreening im ersten Lebenshalbjahr außerdem ein Augenscreening auf Fehlsichtigkeit.
Für Patienten bedeutet der Vertrag eine Bindung an einen einzigen hausärztlichen Kinder- und Jugendarzt - wie dies meist zuvor schon war - , erweiterte Sprechzeiten für berufstätige Eltern, minimierte Wartezeiten und Weiterbetreuung von Schwerbehinderten über das 18.Lebensjahr hinaus bei den vertrauten Ärzten.
PzV-Vertrag im pdf-Text
Weitere Infos im Download

In Baden-Württemberg gibt es dagegen nur den Hausarztvertrag der AOK und dem Hausärzteverband, dem der bvkj nicht beigetreten ist, da dieser für Kinder und Jugendliche keine Vorteile bietet und die Betreuung dieser Patienten vollkommen vergisst.
Verträge wie in Bayern sichern die Basis unserer Praxen und ermöglichen uns, die Versorgung von Kindern und Jugendlichen weiter zu verbessern.
Als Eltern sollten Sie Ihre Krankenkasse auf einen vergleichbaren Vertrag ansprechen und Ihren Kinder- und Jugendarzt mit Ihrer Unterschrift unterstützen.

Informationen zu Kinderkrankheiten wie z.B.:

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